, Ain’t no mountain high enough – Zu Fuß über die Schweizer Alpen

Den Rucksack packen, die Wanderschuhe schnüren und einfach einmal alles hinter sich lassen. Ein bisschen muss einen schon die Abenteuerlust packen, wenn man sich dafür entscheidet, eine Alpenüberquerung zu Fuß zu unternehmen. Wenn man die Herausforderung annimmt, wird man aber mit unglaublichen Eindrücken belohnt.

Wenn du im Urlaub lieber zwei Wochen lang reglos am Strand liegst oder deine größte Anstrengung darin besteht, dich vom Frühstücksbuffet zum Pool und zurück zu schleppen, dann solltest du nicht weiterlesen. Zu absurd muss es dir dann erscheinen, einen Urlaub lang jeden Tag Etappe für Etappe einen Weg von – sagen wir insgesamt – 300 km zurückzulegen und daran auch noch Spaß zu haben.

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Die Vielfalt der blumenübersäten Wiesen in den Berner Alpen, der grünen Wälder, der großen Schluchten und Felsen oder der tiefblauen Bergseen verschlägt aber auch so manchem bewährten Wanderer noch die Sprache. Die meisten denken vermutlich als erstes an den „Traumpfad München – Venedig“, die wohl bekannteste Strecke, für die man 3 Wochen einplanen sollte. Es gibt jedoch unzählige Alternativen, auch für kürzere Trips: Die Strecke vom Säntis zum Lago Maggiore beispielsweise kann man schon in einer Woche zurücklegen. Die Wanderroute lässt sich also ganz individuell nach Erfahrungen, Kondition und Abenteuerlust gestalten. Solange das Wetter mitspielt, ist die Erholung in der eindrucksvollen Berglandschaft garantiert.

Obwohl die Wanderwege größtenteils gut ausgeschildert sind, sollte man jedoch nicht auf eigenes Kartenmaterial verzichten. Schließlich will man am Abend in der richtigen Berghütte zur Ruhe kommen. Pünktliche Reservierungen der einzelnen Nachtlager sind durchaus empfehlenswert, vor allem wenn man seine wohlverdiente Nachtruhe nicht mit Fremden in einem Mehrbettzimmer teilen möchte. Der Zeitpunkt der Tour sollte sich vor allem an den Öffnungszeiten der Hütten ausrichten, da einige bereits nach wenigen Sommerwochen wieder schließen. Die beste Reisezeit, um die Alpen zu bezwingen, ist demnach im August und September. Im Spätsommer ist in den höheren Lagen der Schnee gut abgetaut.
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Dass eine Alpenüberquerung nichts für absolute Anfänger ist, liegt auf der Hand. Aber ein Bergsportprofi mit Bombenkondition muss man dafür auch nicht gerade sein. Wer schon mehrere Touren durch die Berge gemeistert hat und körperlich fit sowie abenteuerlustig ist, für den kann die Wanderung eine Herausforderung sein, die sich in vollen Zügen genießen lässt und die ersehnte Erholung bietet. Schließlich geht es auch darum, seine eigenen Grenzen zu testen.

So, und wenn du bis hierhin gelesen hast, sollte dein nächstes Urlaubsziel vielleicht tatsächlich ein Abenteuer in den Schweizer Alpen werden.

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