Yoga am Abend

Der Sonnengruss müsste inzwischen schon jedem Yoga-Anfänger und Profi bekannt und hilft vielen dabei, gut in den Tag zu starten. Mit welchen Übungen du von nun an auch besser einschläfst und einen tieferen und erholsameren Schlaf erreichen kannst, erklären wir dir in diesem Beitrag. Denn Yoga am Abend dient zum Stressabbau und entspannt deinen ganzen Körper. Neben unseren Tipps kannst du dir auch Yoga-Videos bei Videoplattformen suchen, die als Vorlage für deine Yoga-Übungen dienen. Damit können auch die Anfänger-Yogis unter uns einen leichten Einstieg in die Welt der Entspannung und Erholung finden. Nimm dir die Zeit vor dem Schlafen und entspanne dich!

  1. Sukhasana – Schneidersitz
  2. Supta Baddha Konasana
  3. Nadi Shodana Pranayama – Wechselatmung
  4. Paschimottanasana – sitzende Vorbeuge
  5. Shavasana – Totenstellung

Sukhasana – Schneidersitz

SchneidersitzDie erste Übung für dein Yoga am Abend ist der Sukhasana- Schneidersitz. Er ermöglicht es dir, freier und leichter zu atmen. Der Schneidersitz öffnet das Herzchakra und umgibt dich mit einer fröhlichen Energie. Diese Yogaübung kann dir sogar in stressigen Zeiten helfen, ruhige Momente zu erleben und schafft es, deine Ängste zu mindern.

Atme ruhig und gleichmäßig und halte die Position für ein paar Minuten. Achte dabei auf einen geraden Rücken.

Die Übung gehört zu den Asana-Übungen, welche überwiegend ruhende Körperstellungen im Yoga bezeichnen. Also perfekt für dein Ritual vor dem Schlafengehen! Nach der sitzenden Übung folgen einige weitere Übungen, die im Liegen durchgeführt werden.

Supta Baddha Konasana

Yoga am Abend soll dir dabei helfen, bestmögliche Entspannung zu erreichen. Die folgende Übung hilft dir diese zu erreichen. Lege dich nach dem Schneidersitz auf den Rücken und winkle deine Beine seitlich an. Du kannst wahrnehmen, wie deine Knie von der Matte oder dem Boden angezogen werden – lasse sie einfach fallen. Die Fersen sollten direkt nebeneinander liegen, sodass sich diese berühren. Halte diese Position und dehne deine Muskulatur. Deine Arme kannst du entweder über dem Kopf ausstrecken oder locker neben dich legen.

Ziel der Übung ist es, noch tiefer zu entspannen und Schmerzen, die du beispielsweise im Rücken empfindest, zu lindern. Außerdem ist es eine gute Vorbereitung für das Pranayama der nächsten Übung, in der du dich auf deine Atmung konzentrieren wirst.

Nadi Shodana Pranayama – Wechselatmung

Yoga am Abend bewusste AtmungÜbung drei zielt darauf ab, Deine Energieleitbahnen, also deine Nadi, zu reinigen und soll fünf Minuten lang durchgeführt und wiederholt werden.
Während der Übung ruht die linke Hand mit der Handfläche nach oben auf deinem Knie. Dabei berühren sich dein Daumen und dein Zeigefinger. Deinen rechten Daumen nutzt du, um das rechte Nasenloch zuzuhalten und mit deinem Ringfinger und deinem kleinen Finger verschliesst du das linke Nasenloch.

Bevor du beginnst, atme einmal tief ein und wieder aus. Verschliesse nun das rechte Nasenloch mit deinem Daumen und atme langsam nur noch durch das Linke ein. Schließe danach beide Nasenlöcher und halte 1-2 Sekunden deinen Atem an. Wiederhole nun den gleichen Vorgang, aber halte dir diesmal das linke Nasenloch zu.

Paschimottanasana – sitzende Vorbeuge

Versuche bei dieser Übung deine Beine vollständig auszustrecken. Dehne dich langsam mit deinem Oberkörper zu deinen Oberschenkeln herunter. Hierbei kannst du deine Hände zur Hilfe nehmen und dich an deinen Füßen festhalten. Egal, wie gut diese Übung anfangs bei dir funktioniert, du machst das klasse! Du wirst merken, dass deine Gedanken zur Ruhe kommen und dein Immunsystem gestärkt wird. Vermutlich wirst du ein sanftes Ziehen in deinen Beinen spüren. Lausche hierbei auf deinen Körper und gib dein Bestes. Schon bald wirst du eine gestärkte Ausgeglichenheit, Geduld und Gelassenheit erfahren.

Yoga für innere Ruhe

Shavasana – Totenstellung

Die letzte Übung, die wir für dein Yoga am Abend vorschlagen, wird als Totenstellung bezeichnet. Leg dich hierfür ins Bett, deck dich gut zu und strecke dich vollständig aus. Entspanne jede einzelne Stelle deines Körpers. Die Übung kannst du nutzen, um dich auf jedes Körperteil einzeln zu konzentrieren und dir dessen bewusst zu werden. Konzentrier dich besonders stark auf deinen Atem und lass ihn einfach fliessen – so, wie er möchte. Bevor du jedes Körperteil aktiv wahrgenommen hast, bist du vermutlich schon friedlich auf deiner Matratze eingeschlummert.

einschlafen nach dem Yoga

Eine gute Matratze ist zwar der Grundbaustein für einen erholsamen Schlaf, jedoch verlieren leider viele Menschen wertvolle Schlafenszeit, da sie aufgrund von Stress nicht beruhigt einschlafen können. Regelmässiges Yoga am Abend hilft dir nicht nur dabei, schneller einzuschlafen, sondern auch dein allgemeines Wohlbefinden zu steigern. Du wirst merken, dass du schon nach ein paar Tagen im Flow bist und weniger Stress empfindest. Wie viel Zeit du dir für die einzelnen Sequenzen nehmen möchtest, entscheidest du dabei ganz für dich allein.

Wir wünschen dir eine gute Nacht!

 

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