, Interview mit unserer Schlafexpertin Silke Oelke  #2

Gerade in der kalten Jahreszeit schlafen viele mit kalten Füßen im Bett ein.  Hast du Tipps für alle Frierer?

* Die herkömmlichen Hausmittelchen sind bekanntlich ja: Wärmflasche, erwärmtes Körnerkissen, Söckchen … etc.

* Eine weitere Möglichkeit: Schon im Vorfeld eine bessere Durchblutung schaffen, um gar nicht erst mit kalten Füßen ins Bett zu steigen (z.B. durch sportliche Betätigung … etc.) – hier bietet aber auch eine “Physikalische Gefäßtherapie“ hervorragende Hilfestellung.

* Fußmassagen

* Zehengymnastik (doch wenn die Füße im kalten Zustand beim Bewegen schmerzen, sollte man auf jeden Fall mal Rücksprache mit einem Arzt nehmen, da in diesem Fall auch eine krankhafte Durchblutungsstörung vorliegen könnte)

* Wichtig ist auch: Ausreichend Wasser trinken

Grundsätzlich gilt hier: Eine gesunde Schlafunterlage nimmt relativ schnell die eigene Körpertemperatur an, ohne dass man länger frösteln muss. Künstlich zugeführte Wärme wie beispielsweise beim Wasserbett ist da eher kontraproduktiv und kann sich negativ auf den gesamten Organismus auswirken.

UND: Kalte Füße gehen immer mit einer gestörten Mikrozirkulation einher, hier greift wie bereits zuvor erwähnt, effektiv die “Physikalische Gefäßtherapie“.

Noch ein paar abschließende Worte allgemein zum Thema “GESUNDER, ERHOLSAMER SCHLAF“:

 Beinahe jeder Zweite in Deutschland beklagt, dass der nächtliche Schlaf nicht so regenerativ ist, dass er morgens entspannt und ausgeruht aufstehen kann. Ungefähr jeder Vierte hat Einschlafschwierigkeiten und wacht nachts des Öfteren grundlos auf.

Zehn Prozent haben immerhin so große Schlafstörungen, dass sie ihren Alltag nicht mehr richtig bewältigen können. Obwohl wir etwa ein Drittel unseres Lebens schlafend verbringen, ist der Schlaf an sich noch weitgehend unerforscht. Man nimmt an, dass sich im Schlaf der Gehirnstoffwechsel erholt. Das vegetative Nervensystem fährt das Herz, die Muskulatur und die Atmung „herunter“, somit wird angenommen, dass der Schlaf der Regeneration und Erholung dient.

Während des Schlafens durchleben wir verschiedene Phasen. Diese Phasen sind traumlose Tiefschlafphasen oder Traumphasen, sogenannte REM-Phasen. Mittlerweile hat man herausgefunden, dass jede dieser Phasen ca. 90 Minuten anhält.

Um einen erholsamen Schlaf zu haben, ist es wichtig, dass diese Phasen ungestört durchlaufen werden können. Die Gründe für Schlafstörungen können vielschichtig sein. Organische und psychische Störungen bzw. Probleme, oder aber auch Umwelteinflüsse, spielen im Schlaf eine erhebliche Rolle und rauben so manchen die verdiente Erholung.

Wie wichtig das richtige Bett für einen erholsamen Schlaf ist, ist für die meisten Menschen heute keine Frage mehr.

Dennoch wird die „Schlafunterlage“ heutzutage immer noch stiefmütterlich behandelt oder gerät in Vergessenheit (Reifen, Handys, sogar Autos werden in der heutigen Zeit regelmäßig erneuert, aber viele Matratzen und Lattenroste sind noch „erste Garnitur“) und viele Leute wissen lt. Umfrage gar nicht, wie alt ihre Matratze ist.

Älter als 7-10 Jahre sollte eine Matratze aus medizinischen und hygienischen Gründen nicht sein. Auch die Empfehlungen für Matratzen und die technischen Neuheiten haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Aber eins ist besonders wichtig, vor allem wenn bereits Beschwerden bestehen (aber auch zur Vorbeugung sollte man immer beachten): Nur die individuelle Beratung und Anpassung kann zu dem ersehnten, erholsamen Schlaf beitragen.

Fest steht: “Gesunder Schlaf ist die beste Basis für ein gutes Leben“.