, Meine kleine Nachtmusik: Warum Musik gegen Schlafstörungen hilft

Für Kinder, die nicht einschlafen können, ist es der älteste Trick: das Schlaflied. Wie gut aber auch den Erwachsenen Musik vor der Nachtruhe tut, wurde lange unterschätzt. Forscher der University of Taiwan haben herausgefunden, dass bereits 45 Minuten Musikgenuss genügen, um nicht nur leichter einzuschlafen, sondern auch die Schlafperioden zu verlängern. Sie hatten 60 Patienten mit Schlafstörungen untersucht und die Hälfte mit einer Musiktherapie behandelt. Ergebnis: Über ein Drittel derer, die vor dem Zubettgehen Musik gehört hatten, bemerkten bereits nach nur einer Woche eine deutliche Verbesserung ihrer Schlafqualität.

Entscheidend ist offenbar, dass die Art der Musik einen direkten Einfluss auf die Schnelligkeit von Herzschlag und Atemrhythmus hat. Zur Entspannung eignen sich deshalb Stücke, die etwas langsamer sind als die Ruhefrequenz des Herzens. Setzt man bei einem Vierzig- bis Fünfzigjährigen siebzig Schläge in der Minute voraus, wären das 60 bis 80 Beats pro Minute. In der Musiktherapie spricht man von „tropotropher“ Musik: harmonische Klänge, gleichmäßige Rhythmen und weite Melodiebögen sollen das vegetative Nervensystem so beeinflussen, dass sich der gesamte Organismus regeneriert.

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©Daehyun Park/flickr

Jazz, Folkmusik und orchestrale Stücke waren – glaubt man den taiwanesischen Forschern – die effektivsten Gute-Nacht-Musiken. Was natürlich kein Patentrezept sein muss. Denn was wirklich entspannt, ist eine höchst individuelle Sache. Beim einen mag es Bach sein, beim anderen Regina Spektor. Und manchmal kann sogar ein etwas schnelleres Lied für Entspannung sorgen, einfach weil es mit positiven Gefühlen behaftet ist.

Die Musik mag aber noch so wirksam sein – entscheidend ist, dass auch alle äußeren Umstände stimmen. Wer also nach dem Hörgenuss erst aufstehen und sein aufwendiges Musik-Equipment zur Seite räumen muss, wird die einschläfernde Wirkung ziemlich sicher zunichte machen. Also: Am besten gemütlich ins Bett legen, das Licht löschen, bequeme, kleine Ohrhörer und einen MP3-Player verwenden, Dinge also, die sich leicht und schnell zur Seite legen lassen – und auch nicht pieksen, wenn man selbst das nicht mehr schafft. Und dann auf das beruhigende Zusammenspiel von schönen Klängen, behaglichem Kopfkissen und guter Matratze vertrauen –  ein „Musikbett“ der Extraklasse!

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©Fey Ilyas/flickr

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Titelfoto: ©Theoddnote/flickr