, Schlafexperte Lars Benke im Interview

Geschäftsführer und Schlafexperte Lars Benke führt sein Bettenfachgeschäft auf höchstem Niveau. Das inhabergeführte Unternehmen hat sich spezialisiert auf Haus- und Heimtextilien sowie auf Betten und Schlafsysteme. Wir finden, er ist die perfekte Besetzung um uns die eine oder andere Schlaffrage zu beantworten.

Milben, Schweiß, Liegekuhlen – Wann ist ein Matratzenwechsel unumgänglich?

Der Austausch der Matratze wird von uns Fachleuten nach einem Zeitraum von ca. 8-10 Jahren aus hygienischen Gründen empfohlen. Vergleichen Sie als Beispiel Ihre Matratze mit einem Oberbekleidungsstück, welches Sie ca. 340 Tage im Jahr nutzen, die übrige Zeit sind Sie verreist. meine Erfahrung zeigt, dass die meisten Verbraucher ihre Matratzenbezüge selten bis garnicht in dem Benutzungszyklus waschen, bzw. reinigen. Das bekleidungsstück würde sicherlich nicht mehr angezogen werden.
Wir geben in der Nacht über unsere Körperfläche bis zu 0,5 Liter Feuchtigkeit in Dampfform ab. 80% davon steigen als Wasserdampf auf Richtung Zudecke und muss von dieser verarbeitet werden (siehe oben). 20% (0,1 Liter, ca. ein Sektglas) diffurieren wir in direktem Kontakt des Körpers mit der Matratze in diese hinein und mit dieser Feuchtigkeit werden Stoffwechselrückstände, Fette und Salze transportiert, die sich in der Matratze über den Nutzungszeitraum einlagern. Insbesondere in den frühen Morgenstunden, wenn wir Matratze unter unserem Körper stärker erwärmt haben, dringen dieser Wasserdampf in tiefere Schichten ein, bevor er kondensiert.
Angemerkt sei jedoch noch, dass viele Matratzenqualitäten, die im Handel angeboten werden, aufgrund ihrer unzureichenden Materialqualität, diesen empfohlenen Wechselzyklus nicht erleben. Zellwandbrüche der verschiedenen am Markt angebotenen Schaumqualitäten, so wie unzureichend vergütete Edelstahlfedern bei Federkern-Matratzen, verursachen eine Liegemulde, die zu Fehlhaltungen des Körpers führen und dadurch Schmerzen verursachen.