, Schlafexperte Lars Benke im Interview

Geschäftsführer und Schlafexperte Lars Benke führt sein Bettenfachgeschäft auf höchstem Niveau. Das inhabergeführte Unternehmen hat sich spezialisiert auf Haus- und Heimtextilien sowie auf Betten und Schlafsysteme. Wir finden, er ist die perfekte Besetzung um uns die eine oder andere Schlaffrage zu beantworten.

Gerade im Frühling ist es einem entweder zu kalt oder zu warm unter der Bettdecke. Welches Bettwäsche-Material empfehlen Sie für die Übergangszeit?

Bezüglich des Schlafklimas in der Übergangszeit gibt es keine Materialität bei Bettwäsche, die besonders zu empfehlen ist. In kälteren Nächten bevorzugen viele Endverbraucher eine Qualität in JERSEY. Diese gestrickte, nicht gewebte, Ware zeichnet sich durch einen weichen Griff aus und ist in der Oberfläche nicht ganz so glatt wie Gewebe (Perkal, bzw. Satin). Hierdurch entsteht zwischen der Haut und der Obergläche der Bettwäsche eine größere Luftschicht, die dem Schläfer durch die daraus resultierende Isolation mehr Wärme verspüren lässt. Sobald die Nächte wärmer werden, sind die Gewebe stärker gefragt. Die Glätte der Oberfläche von Perkal- und Satinbettwäsche suggeriert eine kühlende Haptik. Insbesonder Bettwäsche aus dem Naturmaterial Leinen, hat eine stärkere kühlende Wirkung, da die verwobenen Flachsfasern sehr glatt sind und die Luftschicht dadurch sehr gering ist. Auch beiden vorher genannten Qualitäten ist die Verwendung von reiner Baumwolle zu empfehlen, da diese sehr gut die Feuchtigkeit des Körpers aufnimmt und durch die Temperaturresistenz von 60 Grad beim Waschvorgang hygienischer ist, als synthetische Fasern, deren Resistenz niedriger ist. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die Einziehdecke (Wärmerückhalt und Feuchtigkeitdiffusionsfähigkeit) das Schlafklima sehr stark beeinflusst, da ca 80% der vom Körper über Nacht abgegebenen Feuchtigkeit in die Zudecke diffuriert.