Therapiedecke

Hast du auch schon von den neuen Therapiedecken gehört? Dieses besondere Schlafzubehör verspricht ein aussergewöhnlich geborgenes Schlaferlebnis. Dadurch sollst du dich nachts besser entspannen können und deine Schlafqualität soll sich spürbar steigern. Doch was ist dran an dem Hype um die modernen Spezialdecken und können sie ihre Versprechungen halten? Wir haben uns für dich umgeschaut und verraten dir, was es mit den ungewöhnlichen Decken auf sich hat, wie genau sie wirken und wer davon profitieren soll. So kannst du für dich entscheiden, ob die Investition in eine Therapiedecke für dich sinnvoll ist oder ob du deinem bisherigen Bettzeug treu bleiben willst.

  1. Was ist eine sogenannte Therapiedecke?
  2. Für wen sind Therapiedecken geeignet?
  3. Wie kannst du die Wirkung der Therapiedecke unterstützen?
  4. Fazit: Therapiedecke – Ja oder Nein?

Was ist eine sogenannte Therapiedecke?

Unter dem Begriff Therapiedecke kannst du dir vielleicht nicht sofort etwas vorstellen. Erst seit einiger Zeit erleben die speziellen Decken einen Hype. Es handelt sich dabei um Gewichtsdecken, die durch ihre Schwere einen therapeutischen Nutzen versprechen. Denn dadurch, dass sich ihr Gewicht gleichmässig über deinen Körper verteilt, wenn du dich damit zudeckst, soll das Gefühl einer Umarmung nachempfunden werden. Die Idee dahinter: Der Druck der Decke wirkt auf deine Muskeln, Gelenke und Sehnen und löst dort eventuelle Verspannungen. Dadurch sollst du dich besser entspannen können und körperlich wie innerlich zu tiefer Ruhe finden. Therapiedecke zur EntspannungDer Tiefendruck soll deinen Körper auch dazu anregen, mehr Serotonin auszuschütten. Dieses Glückshormon hängt eng mit der Bildung des Schlafhormons Melatonin zusammen, weshalb das Hauptanwendungsgebiet der Gewichtsdecken schnelleres Einschlafen und generell ruhigerer Schlaf ist.

Die Decken gibt es in verschiedenen Gewichtsklassen von 6 bis 12kg. Welche Schwere für dich persönlich die richtige ist, kannst du anhand deines Körpergewichts ermitteln. Um ihre Wirkung zu entfalten, muss die Decke ausreichend schwer sein. Ist sie zu leicht, wirst du von dem versprochenen Gefühl der Geborgenheit dagegen nicht viel spüren. Als Faustregel gilt, dass die Therapiedecke idealerweise 10% deines Körpergewichts betragen sollte. Dann übt sie nämlich ausreichend Druck auf deinen Körper aus, damit die versprochenen Entspannungseffekte eintreten können. Durch das zusätzliche Gewicht wirst du dich im Schlaf ausserdem ganz automatisch nicht mehr so viel bewegen, sodass nächtliches Hin- und Herwälzen dank einer Gewichtsdecke bald der Vergangenheit angehören kann.

Für wen sind Therapiedecken geeignet?

Da Gewichtsdecken in erster Linie mit ihrer beruhigenden und entspannenden Wirkung werben, empfehlen sie sich besonders für Menschen, die unter Angststörungen, Rastlosigkeit und hohen Stressleveln leiden und dadurch nachts nur schwer zur Ruhe kommen. Aber der Name Therapiedecke ist Programm: Neben Schlafstörungen sollen sie auch bei psychophysischen Störungen wie ADHS oder Autismus zu mehr Entspannung verhelfen. Diese Erkrankungen können bei den Betroffenen unter anderem ein Gefühl von Überempfindlichkeit, Wahrnehmungsstörungen und generelle Ängste auslösen. Der durch die Gewichtsdecke erzeugte Druck sorgt für ein entspannendes Ruhegefühl, das diesen Symptomen entgegenwirkt. Doch auch wenn du nicht zu den Hauptzielgruppen gehörst, kann eine Therapiedecke für dich sinnvoll sein. Sie entfaltet ihre Wirkung nicht nur im Schlafzimmer, sondern hat immer dann positive Effekte, wenn du zur Ruhe kommen möchtest. Sich nach einem anstrengenden Arbeitstag in die Gewichtsdecke hüllen und auf dem Sofa ein Lieblingsbuch lesen kann beispielsweise für tiefe Entspannungsmomente sorgen und dich insgesamt besser abschalten lassen.
Entspannung

Wie kannst du die Wirkung der Therapiedecke unterstützen?

Selbst die schönste Therapiedecke kann ihren Zweck nicht erfüllen, wenn deine Schlafumgebung weiterhin Chaos und Unruhe ausstrahlt. Daher ist es entscheidend, dass du dir in deinem Schlafzimmer eine Ruheoase schaffst, in der du dich fallen lassen kannst. Elektronische Geräte wie ein Fernseher haben in deinem Schlafzimmer nichts zu suchen, da sie dich mit Reizen überfluten und gerade vor dem Schlafengehen zu noch mehr Stress führen können. Umgib dich stattdessen mit weiteren Entspannungshilfen, die eine gemütliche Atmosphäre der Geborgenheit erzeugen. Das kann zum Beispiel eine neue Wandfarbe in einem Natur- oder Pastellton sein, der beruhigend auf deine Psyche wirkt oder eine Duftkerze, die deine Sinne mit ihrem angenehmen Duft abschalten lässt. Gerade mit der richtigen Beleuchtung kannst du in deinen Schlafräumen eine Wohlfühlatmosphäre schaffen, die dich besser entspannen lässt.

Fazit: Therapiedecke – Ja oder Nein?

Therapiedecken erzeugen durch Tiefendruck eine entspannende Wirkung und bieten sich besonders für Menschen an, die sich ein entspannenderes Schlaferlebnis oder eine zusätzliche Einschlafhilfe wünschen. Aber auch wenn du dich generell nach mehr Ruhemomenten in deinem Alltag sehnst, kann eine Gewichtsdecke für dich sinnvoll sein. Ob sich für dich der gewünschte Effekt einstellt, findest du am besten heraus, indem du die spezielle Decke einfach selbst ausprobierst. Gut zu wissen: Wenn du dich gegen eine Therapiedecke entscheidest, gibt es dennoch einiges, was du für deine Schlafqualität tun kannst. Eine angenehme Atmosphäre im Schlafzimmer ist die Basis für Tiefenentspannung. Zusätzlich können dir Entspannungsübungen und Schlafrituale beim Abschalten helfen, damit du besser in den Schlaf finden und deine wohlverdiente Erholung geniessen kannst.

 

Bildnachweise:
Amin Hasani / unsplash.com
Kate Stone-Matheson / unsplash.com
Mikhail Nilov / pexels.com